
Curriculum Vitae
„Gegen den Wind zu kreuzen bringt einen manchmal schneller zum Ziel, als mit dem Wind zu segeln.“
Hermann Lahm
* 1948
Burkhard Pütz
1962 in Prüm geboren, wuchs in seinem Heimatort Eschfeld/Eifel und im Bischöflichen Konvikt Prüm auf. Nach dem Abitur am Regino-Gymnasium in Prüm absolvierte er von 1981 bis 1986 ein Studium der katholischen Kirchenmusik an der Staatlichen Musikhochschule Köln. Dort studierte er unter anderem bei Prof. Dr. Michael Schneider (Orgel), Prof. Dr. Albert Richenhagen (Orgelimprovisation), Prof. Vera von Schnitzler (Klavier), Prof. Dr. Rudolf Ewerhart (Chorleitung) und Prof. Edith Kertész (Gesang). Die Ausbildung ergänzte er durch Meisterkurse bei renommierten Musikern wie Daniel Chorzempa, Hermann Josef Busch, Willibrord Heckenbach, Johannes Hömberg, Michael Radulescu und Peter Neumann.
Seine berufliche Laufbahn begann er mit nebenamtlichen Tätigkeiten als Organist und Chorleiter an der Heimatkirche St. Luzia Eschfeld (1975-1986) sowie an St. Michael in Bollendorf (1983-1986).
1986 übernahm er die Stelle eines hauptamtlichen Kirchenmusikers an der Heiligkreuzkirche in Trier. Seit 1992 wirkte er zusätzlich als Kantor an St. Maternus und ab 2001 auch in der Pfarrei St. Michael in Trier-Mariahof.
In diesen Gemeinden entwickelte Burkhard Pütz ein reges kirchenmusikalisches Leben sowohl in Gottesdiensten als auch in Konzerten. Er leitete die Chorgemeinschaft Heiligkreuz Trier sowie mehrere Gruppen des Kinder- und Jugendchores Heiligkreuz, welche er auch instrumentalpädagogisch betreute.
Für den Bau der Orgeln in den Trierer Kirchen Heiligkreuz (Sauer 1995) und St. Michael (Klais-Fasen 2009) gab er wesentliche Impulse.
Von 2000 an war er Dekanatskantor für das Dekanat Trier, ab 2022 auch für den Pastoralen Raum Trier. In dieser Funktion initiierte er zahlreiche Dekanatssingen der Kirchenchöre, Stimmbildungsseminare und Chorprojekte.
Darüber hinaus unterrichtete er an der Bischöflichen Kirchenmusikschule Trier in der C- und D-Ausbildung die Fächer Orgel und Klavier sowie in der Kantorenausbildung des Bistums.
Zwischen 2006 und 2015 leitete er das Vokalensemble Jubilate Musica in Luxemburg, 2016 bis 2023 den Projekt-Kammerchor Cappella vocale Trier.
Im Anschluss an die Trierer Diözesansynode engagierte er sich ab 2019 im Entwicklungsprozess Kirchenmusik und in der Arbeitsgruppe zur Umsetzung der synodalen Ergebnisse auf Bistumsebene.
Seit 2020 erstellte er die Liedvorschläge für alle Tage des Kirchenjahres im jährlich erscheinenden Direktorium des Bistums Trier.
Aus seiner praktischen Arbeit heraus veröffentlicht Burkhard Pütz zudem Kompositionen und Arrangements für verschiedene vokale und instrumentale Besetzungen, die unter anderem bei den Verlagen Bärenreiter, Strube und PH Publishers erschienen sind.
Zum 31. März 2026 beendete er seine hauptamtliche kirchenmusikalische Tätigkeit und richtet seinen Schwerpunkt seither auf freiberufliche musikalische Projekte.

„…ein Brunnen lebendigen Wassers…“ (Hld 4,15)
Aus einer Rheingauer Antiphon in Hufnagelnotation,
eingraviert am Marktbrunnen in Kiedrich.

Aus dem Gemeindebrief der Pfarrei
Trier Heiligkreuz-Mariahof (Weihnachten 2025):
Ein Schritt mit Weitblick – Abschied aus dem Hauptamt
Zum 31. März 2026 endet meine hauptamtliche Tätigkeit als Kirchenmusiker – ein bewusst gewählter Schritt, den ich seit Langem vorbereitet habe.
Bereits 2023 habe ich auf die Übernahme des Leitenden Kantorats im Pastoralen Raum verzichtet, da eine so umfassende Aufgabe kurz vor dem Ruhestand nicht mehr sinnvoll erschien.
Mit großer Dankbarkeit blicke ich zurück auf fünf Jahrzehnte als Organist – seit 1975 –, darunter vierzig Jahre in hauptamtlicher Funktion als Kirchenmusiker, Chorleiter und Organist an den Kirchen Heiligkreuz, St. Maternus und St. Michael in Trier (seit 1986).
Besonders erfüllend war es, beim Bau zweier neuer Orgeln in Heiligkreuz (1995) und St. Michael (2009) beratend und tatkräftig mitzuwirken.
Ebenso prägend waren die fünfundzwanzig Jahre als Dekanatskantor im Dekanat bzw. Pastoralen Raum Trier (seit 2000).
Von Herzen danke ich allen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie Weggefährten, die mich über all die Jahre begleitet haben – insbesondere den Sängerinnen und Sängern meiner Chöre – für ihr großartiges Engagement und die vielen musikalischen Gottesdienste, Konzerte und Veranstaltungen, die wir gemeinsam gestalten durften.
Zum 1. April 2026 beabsichtige ich, in den vorgezogenen Ruhestand zu treten – und dennoch weiterhin in allen bisherigen Bereichen musikalisch tätig zu bleiben, dann im Nebenamt.
Schon heute sei herzlich zur Verabschiedung im Rahmen des Hochamtes am Sonntag, 1. Februar 2026, um 11.00 Uhr in St. Michael eingeladen.
Die Chorgemeinschaft Heiligkreuz wird diesen besonderen Gottesdienst mit festlicher Musik bereichern – ein Moment des Rückblicks, der Dankbarkeit und der Zuversicht auf neue Wege.
Trier, im November 2025
Burkhard Pütz, Dekanatskantor